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Pferdegestützte Therapie

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„Pferde fragen nicht nach der Vergangenheit.
Sie begegnen uns im Hier und Jetzt“

Pferdegestützte Therapie ab 2027

Im Herbst 2026 beginne ich die Ausbildung zur pferdegestützten Therapeutin. Erste Begleitungen biete ich voraussichtlich ab dem Jahr 2027 an. Diese sind besonders für Kinder und Jugendliche, für die klassische Gesprächssettings nicht der richtige Zugang sind.

Wenn du informiert werden willst, sobald es losgeht melde dich einfach hier

Was pferdegestützte Therapie ist:

Pferdegestützte Therapie heisst nicht Reiten. Das meiste passiert vom Boden aus — beobachten, führen, putzen, Nähe und Distanz ausprobieren, gemeinsam still stehen.

Das Pferd ist dabei kein Hilfsmittel und kein Werkzeug. Es ist ein Gegenüber mit eigenen Bedürfnissen, eigener Stimmung und eigener Meinung. Genau das macht die Arbeit wertvoll: Es lässt sich nicht überreden, nicht beeindrucken und nicht täuschen.

Ich bin dabei, ich strukturiere, ich frage nach. Aber die eigentliche Begegnung findet zwischen dir und dem Pferd statt. So kann unbewusstes sichtbar werden. 

Warum Pferde wirken:

Sie reagieren auf das, was ist und nicht auf das, was man sagt.
Pferde sind Fluchttiere. Sie müssen in Sekunden einschätzen, ob eine Situation sicher ist, und lesen dafür zum Beispiel Körperspannung, Atmung und Bewegung. Wer angespannt ist und "mir geht's gut" sagt, wird vom Pferd trotzdem als angespannt wahrgenommen. Diese Rückmeldung kommt sofort und ohne Umweg.

Pferde bewerten nicht.
Ein Pferd interessiert sich nicht für Noten, Diagnosen oder dafür, wie die letzte Woche gelaufen ist. Es reagiert auf den Moment. Für Menschen, die ständig beurteilt werden, ist das eine ungewohnte Erfahrung.

Pferde beruhigen mit.
Nervensysteme stecken sich gegenseitig an — in beide Richtungen. Ein ruhiges Tier neben sich zu haben, kann den eigenen Körper herunterfahren lassen, ohne dass man etwas dafür tun muss. 

Pferde machen Wirkung erfahrbar.
Wer zu zögerlich führt, kommt nicht vom Fleck. Wer zu forsch wird, erzeugt Abstand. Diese Zusammenhänge lassen sich schwer erklären, aber leicht erleben. Und was man erlebt hat, bleibt anders im Gedächtnis als das, was einem jemand gesagt hat.

Sie verlangen keine Worte.
Manche Menschen können nicht sagen, was los ist. Kinder oft nicht, Jugendliche häufig nicht, und Erwachsene manchmal auch nicht. Mit einem Pferd braucht es das nicht zwingend. ​

Was in einer Stunde passiert:

Das hängt davon ab, wer kommt und was gerade da ist. Möglich ist zum Beispiel:

  • Ankommen; Dem Pferd zuschauen, es aus der Distanz beobachten.

  • Kontakt aufnehmen; Wie nah gehst du heran? Wo bleibst du stehen? Wie reagiert es darauf?

  • Versorgen; Putzen, füttern, bürsten. Ruhige, wiederholte Bewegungen, die den Körper zur Ruhe bringen.

  • Führen; Wer entscheidet die Richtung? Was passiert, wenn das Pferd nicht mitgeht?

  • Aufgaben lösen; Gemeinsam durch einen Parcours, um ein Hindernis herum, an einer bestimmten Stelle anhalten.

  • Nachbesprechen; Was ist dir aufgefallen? Kennst du das von anderswo?

Der letzte Teil ist wichtig. Ohne ihn bleibt es ein schöner Nachmittag mit einem Pferd. Erst wenn wir anschauen, was passiert ist, entsteht daraus etwas, das du mitnehmen kannst.

Wobei Pferde unterstützen können:

  • Stress, Überforderung und Belastung im Alltag

  • Ängste und Unsicherheit

  • geringes Selbstwertgefühl

  • Schwierigkeiten im Umgang mit anderen

  • emotionale Krisen und Umbrüche

  • der Wunsch, sich selbst besser zu verstehen

Bei Kindern und Jugendlichen zusätzlich: Druck durch Schule, Rückzug, Schulabsentismus, Schwierigkeiten mit Nähe und Distanz sowie Themen, die mit Neurodivergenz zusammenhängen — ADHS, ADS, Autismus-Spektrum, Hochsensibilität.

Du musst keine Erfahrung mit Pferden haben. Angst vor Pferden ist ebenfalls kein Hindernis.

Die Begegnungen finden draussen statt, bei fast jedem Wetter. Es braucht keine Ausrüstung, nur Kleidung, die dreckig werden darf, und feste Schuhe.

Pferde mit Mädchen - Pferdegestützte Intervention
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